Das Expertenforum Bürgerbeteiligung ("XF")

Das Expertenforum Bürgerbeteiligung hat zum Ziel, den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis rund um das Thema Bürgerbeteiligung zu fördern. Es findet (wenn möglich) einmal im Jahr statt und richtet sich insbesondere an kommunale Entscheidungsträger und Beteiligungsbeauftragte sowie an Vertreter des Landes Baden-Württemberg. 

Für die Organisation der Veranstaltung ist die Human IT Service GmbH verantwortlich.

 

Kontakt:

Anni Schlumberger, GF Human IT Service GmbH
Mail: anni.schlumberger@integrata-stiftung.de

Rückblick

  • 2020
  • 2018
  • 2017
  • 2016
  • 2015
  • 2013

XF Citizen Lab – Zukunft der politischen Partizipation 


Am 5. März fand das Expertenforum Bürgerbeteiligung in einem neuen Format als "XF citizen lab" im Club Voltaire statt: Zwölf Teilnehmer*innen waren der Einladung gefolgt und ließen sich damit auf unser kleines Experiment ein, Bürgerbeteiligung neu zu denken.

Anni Schlumberger, die Moderatorin des Abends, leitete das XF citizen lab mit einem kurzen Impuls ein: Was ist Bürgerbeteiligung überhaupt? Warum ist Partizipation so wichtig? Und warum sollten wir uns gerade jetzt Gedanken zu neuen Formen der Partizipation machen? Welche technische und soziale Entwicklungen stehen uns bevor und warum müssen auch Partizipationsformate darauf angepasst werden?

WAS ERWARTEN WIR VON DER BÜRGERBETEILIGUNG DER ZUKUNFT?

Zunächst war es wichtig, einen Erwartungshorizont an Bürgerbeteiligung zu formulieren – und zwar direkt mit denen, die es wirklich betrifft. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen unterhielten wir uns über bisherige Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung: Was war gut gelaufen? Was nicht? Warum haben Sie sich beteiligt? Oder was hat Sie abgehalten?

Angeleitet von Anni Schlumberger leiteten die Teilnehmer*innen im Anschluss auf Basis dieser sowohl positiven als auch negativen Erfahrungen einzelne  Anforderungen ab, welche Bürgerbeteiligung ihrer Meinung nach erfüllen sollte. Wichtig war  an dieser Stelle, dass diese Anforderungen sich nicht an wissenschaftlicher Literatur oder dem "common sense" orientierten: Vielmehr sollten die subjektiven Einzelerfahrungen der Teilnehmer*innen als Ausgangspunkt dienen.

DISKUSSION: WIE KÖNNEN WIR DIESEN ANFORDERUNGEN IN ZUKUNFT GERECHTWERDEN?

Nach einem kurzen Input von Seiten unseres Teams über mögliche künftige Formate und Entwicklungsszenarien der Bürgerbeteiligung, waren erneut die Teilnehmer*innen gefragt: In Gruppen und angeleitet durch unsere Mitarbeiter*innen wurden gemeinsam erste Ideen, Gedanken und Fragen für die Bürgerbeteiligung der Zukunft gesammelt und diskutiert:

Wie können soziale Medien in Partizipationsprozesse eingebunden werden? Wären beispielsweise Bürgerbeteiligungsprozesse über Instagram oder Whatsapp grundsätzlich denkbar? Und wenn ja, wie müssten solche Prozesse aussehen?

Müssen vielleicht zukünftig die Grundlagen der repräsentativen Demokratie neu gedacht werden? Wäre es möglich, Themen zu wählen statt wie bisher Repräsentant*innen (hier wurde ein solcher Prozess bereits erprobt)? Und was bedeutet das für unsere Demokratie? Wie müssen solche Wahlprozesse durchgeführt werden? Und wie kann die Datensicherheit gewährleistet werden?

Und wie können wir es außerdem schaffen, dass Partizipation in Zukunft inklusiver wird? Was brauchen Bürger*innen, um sich zu beteiligen? Was hält sie von Beteiligung ab? Wie können wir technische Neuerungen nutzen, um Bürger*innen Beteiligung zu ermöglichen?

Koordinaten

  • Datum: Donnerstag, 05. März 2020
  • Ort: Club Voltaire, Tübingen

Die Stadt der Zukunft –Wie sich Kommunen für die nächsten 20 Jahre rüsten

Expertenforum Bürgerbeteiligung 2018

Keynote auf dem Expertenforum 2018

 

Am Freitag, 09. März 2018, war es endlich wieder soweit: Zum insgesamt fünften Mal richteten die Human IT Service GmbH (HIT) und die Integrata-Stiftung das Expertenforum Bürgerbeteiligung in Tübingen aus. Angesichts des diesjährigen Themas, die Stadt der Zukunft, versprach das Expertenforum den Teilnehmern in diesem Jahr, weitreichender und visionärer als sonst die Zusammenführung einer effizienten Governance auf kommunaler Ebene mit dem Anspruch möglichst weitgehender Partizipation der Bürger beleuchten und diskutieren zu können. 

"Wie können sich Kommunen heute schon erfolgreich für die nächsten 20, 30 Jahre rüsten?" - entlang dieser Ausgangsfrage führte Anni Schlumberger in das Expertenforum ein. Im Zuge vielfältiger Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft, denen sich Kommunen zu stellen haben - von Veränderungen der Mobilität, dem Demographischen Wandel, neuen Bau- und Wohnformen bis hin zu den gewaltigen Folgen der Digitalisierung - müsse über neue Konzepte nachgedacht werden, mit deren Hilfe Kommunen ein nachhaltiges und erfolgreiches Zusammenleben in den kommenden Dekaden gestalten können. Dabei, so Schlumberger, sind die Konzepte von Gestern nicht unbedingt die adäquaten Rezepte für Morgen. Ziel des Expertenforums 2018 sei es daher, neue Erkenntisse aus dem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer zu gewinnen, denen wiederum Impulse für das Gestalten des Morgens entspringen können.

"Wir brauchen frühe Entscheidungen, ohne dass wir wissen, was die Zukunft bringt"

"Frühe Entscheidungen sind erforderlich, ohne dass man weiß, was die Zukunft eigentlich bringt." Für Jens Hasse vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), dessen Keynote Kern des Vormittagsprogramms des diesjährigen Expertenforums war, stellt dies die Crux dar, mit der Kommunen bei Zukunftsfragen- und planungen konfrontiert werden. Das Difu als größtes deutschsprachiges Institut im Bereich Stadtforschung beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit den Herausforderungen städtischer Entwicklungsplanung. Diese bewegen sich in einem breiten Themenfeld: vom Bereich Städtebau und Infrastruktur über Klima-,Umwelt- und soziale Fragen bis hin zu politischen und rechtlichen Sachzwängen. Hinzu kommt, dass jene Herausforderungen nie in immer gleicher Form bestehen bleiben, sondern einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen sind.

Die Stadt der Zukunft - dieses Thema ist nicht auschließlich eines der Gegenwart. Schon im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit gab es Überlegungen, wie die ideale Stadt der Zukunft aussehen und wie man die Probleme der Gegenwart lösen könnte - mit visionären oder upotpisch anmutenden Ideen. Auch heute findet man auf der ganzen Welt ähnlich ambitionierte Konzepte, zum Beispiel die einer schwimmenden Stadt als Antwort auf einen steigenden Meeresspiegel. Doch dies sind nicht die Ansätze, mit denen sich europäische oder deutsche Städte und Gemeinde beschäftigen sollten, so Hasse. Vielmehr gelte es, Zukunftsplanungen unmittelbar entlang der eigenen Stadtgeschichte, an den Menschen und ihren Bedüfnissen auszurichten.

Auf Seiten der Forschung steht laut Hasse ein Begriff im Zentrum der Debatte um die Stadt der Zukunft: Smart City. Dies müsse nach Aufassung des Redners zufolge jedoch mehr sein als ein rein technisches, die Möglichkeiten der Digitalisierung ausschöpfendes Projekt. Vielmehr müsse eine Kommune, die sich dem Ziel Smart City unterwirft, nicht nur fragen, was man alles machen kann, sondern wem welche Maßnahmen konkret nützen und wie man diese auf transparente Art und Weise umsetzen könne. Insbesondere das Thema Datenschutz und Datennutzung müsse offen an den Bürger herangetragen werden. Smart City müsse mehr als ein Elitenprojekt sein, es gelte daher den Bürger in die Planungen einzubeziehen und eine neue Kommunikationskultur in den Kommunen zu etablieren. Flexibilität, Offenheit, Vertrauen und Kooperation seien die Elemente, die langfristige Plaungsprozess ergänzen müssen.

Workshops, Basar und Podium: Diskutieren und Netzwerken auf allen Ebenen

Im Zentrum des diesjährigen Expertenforums stand die zweigliedrige Workshopsphase. Einmal vormittags und einmal nachmittags hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, aus insgesamt vier Workshops mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu wählen.

Zwischen den Workshopsphasen fand der alljährliche Basar der Efahrungen statt. Insgesamt zehn Austeller stellten an verschiedenen Ständen Projekte aus der kommunalen Praxis vor, die einen Weg in die Stadt der Zukunft weisen könnten. Inhaltlich war das Angebot der Aussteller breit gefächert: vom Digitalen Dorf Nordbayern, ein Modellprojekt über den Umgang ländlicher Kommunen mit den Herausforderungen der Digitalisierung, bis hin zur Agenda Rosenstein, ein Projekt zur Etablierung eines Künstlerviertels in Stuttgart. 

Das große Finale des Expertenforums bildete die am Nachmittag stattfindende Podiumsdiskussion unter dem Motto "Wie viel Zukunft passt in den kommunalen Alltag?". Mit von der Partie waren neben den zwei Moderatoren Anni Schlumberger und Sascha Blättermann, Karin Engelhardt von der Stadt Coburg, Michael Hoppe von kommune.digital, Prof. Dr. Daniela Winkler von der Universität Stuttgart sowie Karin Kontny, Journalisten und Initiatorin des Kleinkunstpreises Tübinger Fröschle.

Deutschland als digitales Entwicklungsland?

Deutschland als digitales Entwicklungsland - eine Gefahr für die Wirtschaft auf lokaler Ebene? Michael Hoppe warnt vor einem solchen Szenario. Insbesondere die Defizite im Bereich Breitbandausbau im ländlichen Raum seien ein großes Problem. Ohne eine flächendeckend gute Versorgung mit schnellem Internet können Kommunen nicht von den unterschiedlichen Möglichkeiten und Instrumenten der Digitalisierung profitieren. Welche Systeme und Konzepte eine Stadt im Konkreten umzusetzen versucht, um fit für die Zukunft zu sein, stellt dann eine weitere Herausforderung dar. Was in vielen Kommunen fehlt, sind ganzheitliche Zukunftskonzepte. Vielfach wird nur über einzelne, fragmentierte Probleme nachgedacht. Gerade die Digitalisierung mache jedoch deutlich, dass es bei der Beschäftigung mit der kommunalen Zukunft um die Entwicklung ganzheitlicher Konzepte geht. Dazu benötige man in erster Linie digitale Bildung in den Kommunen.

Der Aspekt der Bürgerbeteiligung bei kommunalen Zukunftsprojekten ist unbedingt notwendig, meint die Journalistin Karin Kontny. Sie trage zu einer verstärkten Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt bei, indem die Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Stadt lebendig  und bunt zu gestalten. Es komme dabei darauf an, auch Randgruppen der Gesellschaft in die Prozesse zu integrieren. Genau diese Identifikationserfahrung hat Karin Engelhardt von der Stadt Comburg im Rahmen ihres Projekts, der digitalen Einkaufsstraße GoCoburg, gemacht. Hierbei haben Bürger die Möglichkeit, sich im Vorfeld eines möglichen Einkaufs in der Innenstadt über die Angebote der städtischen Einzelhändler zu informieren. Der Mehrwert dieses Projekts, so Engelhardt, bestehe unter anderem in einem stärkeren städtischen Zusammenhalt. Man entdeckt neue Läden, tauscht sich enger mit dem Gegenüber aus und spricht offener über die Probleme, mit denen sich der Einzelhandel in den städtischen Einkaufsstraßen konfrontiert sieht.

"Bürgerbeteiligung bei kommunalen Zukunftsprojekte ist unbedingt nötig"

Fragen der Bürgerbeteiligung stehen auch im Zentrum des Studiengangs Planung & Partizipation an der Universität Stuttgart. Studiengangsleiterin Prof. Dr. Daniela Winkler versucht, ihre Studierenden, von denen später viele in kommunalen Strukturen arbeiten, Werkzeuge in die Hand zu geben, um einerseits zukunftsgerichtete Standentwicklungskonzepte zu erarbeiten, anderseits um möglichst viele Bürger in Beteiligungsprozess einzubinden. Aufgrund der Interdisziplinarität des Studiengangs werden die Studierenden zu Experten in den verschiedenen Bereichen bei der Entwicklung von Zukunftskonzepten - von der Stadtplanung über rechtliche Fragen bis hinzu Kommunikationsstrategien und politische Partizipation. Dieses breit gestreute Wissen ist auch notwendig, so Winkler, denn meist fehlt es in den Stadtverwaltungen an Brückenbauern, die den Planungsprozess so koordinieren, dass je nach konkreter Problemlage auch die richtigen Werkzeuge zur Anwendung kommen.

Um Zukunft zu gestalten, muss aber nicht immer großen Zusammenhängen gedacht werden, meint Prof. Dr. Winkler. Oft kann man schon dann etwas bewegen, wenn man den einzelnen Bürger dazu ermutigt, seinen Verhalten zu verändern. Zum Beispiel, indem man es macht wie Karin Kotny, die die Gäste ihres Kleinkunstpreises wiederholt dazu ermutigt hat, mit dem ÖPNV oder einer Fahrgemeinschaft zur Veranstaltung zu fahren, anstatt wie sonst auch allein ins eigene Auto zu steigen. Diese Art der Kommunikation, die dem Bürger ein konkretes Angebot macht, sei Winkler zufolge eine nachhaltigere Form der Problemlösung als jedes (Fahr-)Verbot.

Keynote

  • "Die Stadt der Zukunft" Dipl.-Ing. Jens Hasse, Deutsches Institut für Urbanistik, Köln

Basar der Erfahrungen

  • Digitale Einkaufsstadt Coburg
  • Open Data Freiburg
  • Studiengang Planung und Partizipation, Uni Stuttgart
  • Kleinkunstpreis Tübinger Fröschle
  • Agenda Rosenstein
  • Digitales Dorf Nordbayern
  • Mobilitätskonzepte Stadt & Land

Workshops

  • Nachhaltige Stadtplanung, Prof. Dr. Franz Pesch
  • Zukunftsfähige Mobilität, Dr. Marco Sonnberger und Nora Fanderl, Universität Stuttgart
  • Demographischer Wandel, Wolfgang Wähnke, Bertelsmann Stiftung
  • Digitalisierung in der Kommune, Michael Hoppe, kommune.digital

Podiumsdiskussion

  • Prof. Dr. Daniela Winkler, Universität Stuttgart
  • Karin Kontny, Journalistin und Kulturmanagerin
  • Prof. Dr. Franz Pesch
  • Michael Hoppe, kommune.digital
  • Karin Engelhardt, Digitale Einkaufsstadt Coburg

Moderation: Anni Schlumberger und Sascha Blättermann, Human IT Service GmbH

Koordinaten

  • Datum: Freitag, 09. März 2018
  • Ort: Casino am Neckar, Tübingen
  • Programm

„Zwischen Stammtisch und WhatsApp: Herausforderungen und Möglichkeiten des kommunalen Dialoges" 

Expertenforum Bürgerbeteiligung 2017

Das Expertenforum Bürgerbeteiligung der Integrata-Stiftung fand am 03. März 2017 im Weltethos-Institut der Universität Tübingen statt.

Worum ging es?

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt des Expertenforums auf dem Thema Bürgerdialog und damit einhergehend auf der Frage, wie Kommunen erfolgreich kommunizieren (können und sollten).

Die vertrauensvolle Kommunikation zwischen Kommunen und ihren Bürgern ist zweifellos ein Schlüssel für ein gelingendes Zusammenleben auf lokaler Ebene. Was im Alltag in den meisten Fällen gut gelingt, wird in konfliktreichen Situationen jedoch immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Insbesondere bei emotionsgeladenen Themen, sei es die Unterbringung von Flüchtlingen, der Ausbau von Stromtrassen oder Windparks, die Schließung von Schulen bis hin zur Umgestaltung einer Innenstadt stehen kommunale Vertreter vor der Herausforderung, unter der Vielfalt an Kommunikationskanälen und Dialogmethoden die „richtigen" zu wählen.

Wie kann Dialog auch unter schwierigen Rahmenbedingungen zwischen kommunalen Vertretern und Bürgerschaft gelingen? Wie können Emotionen in sachorientierte Diskussionen überführt werden? Was sollte wann und auf welchen Wegen kommuniziert werden? Welche Rollen spielen Online-Medien wie Facebook und Twitter? Das waren unsere Themenfelder beim Expertenforum Bürgerbeteiligung 2017.

Was erwartete die Teilnehmer?

Referenten wie der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, der Kommunikationswissenschaftler Hans-Dieter Zimmermann oder Martin Müller vom Städtetag Baden-Württemberg berichteten über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zur Einrichtung effektiver und nachhaltiger Kommunikationskanäle zwischen Einwohnern und Kommunen in Zeiten fortschreitender und nicht selten emotionalisierter Meinungsbildungsprozesse im Internet.

Neben diesen aufschlussreichen Vorträgen brachte der alljährliche "Basar der Erfahrungen" zahlreiche gewinnbringende Eindrücke von gegenwärtigen kommunalen Projekten und einen fruchtbaren Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Den Abschluss des Tages bildet eine spannende Podiumsdiskussion, unter anderem mit Veronika Kienzle vom Staatsministerium Baden-Württemberg, Katharina Thoms, ausgezeichnet als Journalistin des Jahres, sowie dem Bundestagswahlkämpfer Tobias Ilg.

Referenten und Themen

Basar der Erfahrungen

  • Webdoku "Flüchtlinge in Meßstetten", Katharina Thoms
  • Social Media Team Stadt Stuttgart
  • "Rotlicht aus", Aktion Stuttgart sagt stopp!
  • Klimaschutzmanagement in Waldenbuch
  • Bürgerbeteiligungswerkstadt Stadt Heidenheim
  • Flüchtlingsnewsletter
  • Flughafen-PR
  • Bundestagswahlkampf online, Tobias Ilg
  • Tübingen macht blau
  • Max-Planck-Institut

Podiumsdiskussion

  • Veronika Kienzle, ehrenamtliche Bezirksvorsteherin Stuttgart-Mitte
  • Katharina Thoms, SWR
  • Tobias Ilg, Hochschule der Medien, Stuttgart
  • Martin Müller, Städtetag Baden-Württemberg
  • Dr. Christopher Gohl, Weltethos-Institut-Tübingen

Moderation: Anni Schlumberger & Sascha Blättermann (Human IT Service GmbH)

Koordinaten

"Online meets Offline"

Expertenforum Bürgerbeteiligung 2016

Das Expertenforum Bürgerbeteiligung der Integrata-Stiftung fand am 5. März 2016 in Tübingen im Casino am Neckar statt. Auf der Fachtagung hatten kommunale Entscheidungsträger und Experten Raum und Gelegenheit, Erfahrungen mit Bürger­beteiligungs­verfahren auszutauschen, von gelungenen Projekten zu lernen, aber auch mögliche Stolper­fallen zu diskutieren.

Schwerpunkt in diesem Jahr war das Thema Integrierte Bürgerbeteiligung, die Verzahnung von Online- und Offline-Verfahren. Mit spannenden Impulsen aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis erhielten die Teilnehmer einen professionellen und fundierten Einblick in die Thematik. Danach konnten sie sich auf einem Basar der Erfahrungenaustauschen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, die ihre bereits durchgeführten Beteiligungsprojekte vorstellten und von ihren Erfahrungen berichteten. Eine Podiumsdiskussion rundete das Expertenforum ab und ordnete die Erkenntnisse des Tages ein.

Referenten und Themen

  • Impuls aus der Wissenschaft, Dr. Rolf Frankenberger, Institut für Politikwissenschaft, Universität Tübingen
  • Impulse aus der Praxis, Michelle Ruesch, Zebralog, Bonn
  • Impulse aus der Verwaltung, Peter Wilke/Stefan Kraus, Stadt Herrenberg

Basar der Erfahrungen

Experten aus der Praxis stellen ihre Projekte mit integrierter Bürgerbeteiligung vor:

  • Frankfurt fragt mich
  • Bürgerschaftlichen Engagement Stadt Ludwigsburg
  • Beteiligungshaushalt Freiburg
  • Reallabor Stadt:Quartiere 4.0
  • Bürgerbeteiligung in Blaubeuren
  • Jugendforum Reutlingen

Podiumsdiskussion "Stell dir vor, es ist Bürgerbeteiligung und keiner macht mit"

  • Michael Paak, Stadt Mannheim
  • Michelle Ruesch, Zebralog
  • Dr. Rolf Frankenberger, Uni Tübingen
  • Stefan Kraus, Stadt Herrenberg

Moderation: Anni Schlumberger, Human IT Service GmbH/Polit@ktiv

Koordinaten

Bürgermeister Pelzer stellt die Beteiligungskommune Weyarn vor.

Ziel des Expertenforums 2015 am 7. März war es, kommunalen Entscheidungsträgern und Experten Raum und Gelegenheit zu geben, Erfahrungen mit Bürger­beteiligungs­verfahren auszutauschen, von gelungenen Projekten zu lernen, aber auch mögliche Stolper­fallen zu diskutieren.

Hintergrund: In der stetig wachsenden Fachliteratur zum Thema Bürger­beteiligung finden sich zahlreiche Vor- und Ratschläge, die beschreiben, von welchen Faktoren ein erfolgreiches Verfahren abhängt und was man der Durch­führung von Beteiligungs­prozessen alles beachten solle, beispielsweise

  • früh beginnen
  • umfangreich informieren
  • offen sein
  • es ehrlich meinen

Was in der Theorie allerdings noch klar und einleuchtend erscheint, wird – konfrontiert mit der Praxis – schnell zur Herausforderung. 

Ein Beispiel: Obwohl sich alle Experten darüber einig sind, dass die Bürger­schaft möglichst früh in anstehende Entscheidungs­prozesse eingebunden werden sollte, ist die Frage nach dem ‚richtigen‘ Zeitpunkt in der Realität nicht immer einfach und eindeutig zu beantworten. Im konkreten Fall plant ein Bürger­meister bzw. der Gemeinderat, Windkraft­anlagen bauen zu lassen und möchte die Bürger in den Prozess einbeziehen. Unklar ist jedoch, wann die Bürger über die Pläne informiert und um Meinungs­äußerungen, Vorschläge oder Ideen gebeten werden sollen. Muss dies bereits geschehen, wenn noch unklar ist, ob sich die Installation von Windrädern für die Gemeinde überhaupt lohnt? Oder erst dann, wenn klar ist, dass eine Wind­kraftanlage sinnvoll wäre, aber die Genehmigung noch aussteht? Sollten Bürger überhaupt bei Fragen nach dem ‚Ob‘ beteiligt werden oder besser erst zum Zeitpunkt des ‚Wie‘?

Fragen und Antworten nach dem Zeitpunkt, dem Umfang oder dem Format eines Bürger­beteiligungs­prozesses variieren von Einzel­fall zu Einzelf­all. Nichts­destotrotz – oder vielleicht auch gerade deshalb – macht es Sinn, sich auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Dies können Erfolgs­geschichten sein, die andere zum Nach­machen ermutigen. Bisweilen sind es aber auch gerade jene Erfahrungen des Scheiterns, aus denen man lernen kann. Allerdings verlangt es einiges an Mut und Bereitschaft, auch jene Geschichten mit anderen zu teilen, bei denen nicht alles erfolgreich gelaufen ist.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern des Experten­forums 2015 für den offenen Austausch von Erfahrungen und Ideen bedanken. Ein besonderer Dank geht natürlich auch an unsere Experten, die bereit waren im Vortrag, auf dem Podium und auch in den Kaffee­pausen ihr Wissen weiter zu geben und uns allen die Möglichkeit gegeben haben, voneinander zu lernen.

Michael Mörike
Vorstand Integrata-Stfitung

Referenten und Themen

Koordinaten

  • Datum: Samstag, 7. März 2015
  • Ort: im Restaurant Casino am Neckar in der Wöhrdstr. 25, Tübingen.
  • Programm zum Download
 

Am 9. März 2013 feierte Polit@ktiv sein Jubiläum und beging damit zugleich den Auftakt der Reihe Expertenforum Bürgerbeteiligung. Die Vorträge finden Sie hier im Programm zum Nachlesen.

14:30Eintreffen der Gäste
15:00Keynote Bürgerbeteiligung und Politik, Prof. Dr. Wolf-Dieter Hasenclever, Berlin
15:45Keynote Bürgerbeteiligung und soziale Netze, Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann, St. Gallen
16:30Kaffeepause
17:00Politaktiv – kritischer Rückblick, Michael Mörike
17:30Kurzvortrag "Der Stand der Dinge" von Christoph Ries
17:45Ideensammlung für die Zukunft, Moderation: Andrea Mörike
18:30Come together bei einem Glas Sekt
Ab 19 UhrAbendessen 

Koordinaten

  • Datum: Samstag, 9. März 2013
  • Ort: im Restaurant Casino am Neckar in der Wöhrdstr. 25, Tübingen.
 
 

Politaktiv

Erfahren Sie mehr über die Online-Plattform "Polit@ktiv" und über laufende sowie abgeschlossene Beteiligungsprojekte.

Veranstaltungen

Lernen Sie weitere Veranstaltungen von und mit der Integrata Stiftung kennen.

Unterstützen und Fördern

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