Entfremdung durch IT

Unabhängigkeit und Freiheit des Individuums sind durch die Informationstechnologie also nicht nur nicht garantiert, sondern sogar bedroht:

–         wir werden mit Informationen überflutet,

–         erleiden Handy-Terror,

–         geraten unter E-Mail-Beschuss,

–         werden vom Staat flächendeckend überwacht,

–         durch Computer-Kriminalität beraubt und betrogen,

–         es herrscht Bildungsnotstand trotz nie da gewesener Bildungschancen,

–         die Werbung verdummt und belügt die Käufer …

Wenn man diese Headlines ernst nimmt, könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Menschheit offenbar dabei ist, das Ideal einer humanen Gesellschaft einer mächtigen Technologie zu opfern.

Wer ist schuld an dieser Misere?

Die Technologie ist an sich neutral und kann zum Guten wie zum Bösen eingesetzt werden!

Die Wirtschaft ist eher zu kritisieren; denn sie wird von Menschen gemanagt, die es besser wissen müssten – und der Staat?

Der Staat steht unter einem Terrorismus-Schock. Auch hier sind Menschen am Werk. Wir werden immer wieder auf uns selbst zurückverwiesen!

Wir Menschen aber weisen alle Schuld von uns, oder – was noch schlimmer ist – merken von all dem nichts. Dabei sind wir es doch, die die Programme schreiben, die uns quälen und manipulieren. „Am meisten Angst macht der Mensch“ – so der Filmexperte Marcus Stiegler über die neue Faszination des Horrors in Kino, Comic und Computerspiel. Sind wir noch Herr genug über unseren Alltag? Oder schon abhängig von den Medien, deren Absonderungen uns wie Föhnstürme umtreiben?

Die Informationstechnologie hat also nicht nur positive Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, sondern auch sehr bedenkliche. Wie von jedem Werkzeug, so geht auch von Computern, vom Internet, von den Medien eine Rückwirkung auf den Benutzer aus, und zwar eine umso stärkere, je intensiver der Einfluss wirksam wird. Von einem bestimmten Punkt an kehrt sich die Beherrschung durch den Menschen in Dienerschaft des Menschen im Dienste des Systems um, es läuft ein sich ständig beschleunigender Entfremdungsprozess ab.

„Entfremdung“ – so heißt es in Wikipedia vom 13.12.09 u.a. – „ist der gesellschaftlich vorangetriebene und unumkehrbare Prozess der Aneignung der Natur und ihrer materiellen und geistigen Umgestaltung zu Kultur samt den Institutionen, die fremdbestimmt wirken, sobald sie die Menschen beherrschen und sich ihren individuellen und kollektiven Wünschen entgegen stellen.

2.1     Beispiele aus dem Alltag

Einige Beispiele aus dem informationstechnologischen Alltag sollen das belegen und veranschaulichen:

Entfremdung beginnt schon am Arbeitsplatz, wo wir von einem Workflow- oder Projekt-Management-System erfahren, was, wie, wann zu tun ist. Vielen ist das vielleicht lieber, als von einem menschlichen Chef gegängelt zu werden. Aber das hat bald Konsequenzen, weil es sich täglich wiederholt und wir immer wieder von immer mehr Systemen Überwachungs- und Steuerungsimpulse einfangen und verarbeiten müssen.

Solche Impulse prägen uns wie das allabendliche Fernsehen. So stellt Mathias Eckold in seiner SWR2-AULA-Sendung am 14. Sept. 08 unter dem Titel: „Man wird das, was man sieht …“ fest: „Die Macht der Medien“ bekommen wir auch dann zu spüren, wenn wir die „Unterhaltungssendungen zu dumm“, die „Sportübertragungen“ zu ausufernd, „die Nachrichten zu skandalhungrig“ und „die Krimis zu blutrünstig“ finden … Wir werden davon nachhaltig beeinflusst.

Die Macht der Medien bekommt aber auch zu spüren, wer das Fernsehen meidet und stattdessen im Internet surft, um sich zu informieren oder zu bilden. Die mächtigen Suchmaschinen bieten fast alles, was der Mensch begehrt – auch Bildung, Kunst und Wissenschaft in erstaunlicher Vielfalt und Qualität. Nicht jeder findet gleich, was er sucht oder gar was er braucht, aber die Systeme werden immer besser und – einflussreicher. In der Öffentlichkeit baut sich aber zunehmend ein kritisches Bewusstsein auf. So weist der Computer-Pionier und Informatik-Professor Maurer kritisch auf Google hin, „weil es seine meinungsbildende Macht durch Zukäufe monopolartig ausbaut“ und damit ein Informationsangebot bereitstellt, das immer mehr Menschen unkritisch annehmen und für wahr halten

Problematisch ist vor allem das Ranking der Beiträge, insbesondere wenn es durch bestimmte Verfahren beeinflusst wird.

Ganz unannehmbar erscheint die Sammlung und Auswertung persönlicher Daten. Hier sind Missbrauchsmöglichkeiten offensichtlich. In vielen anderen Fällen bemerkt die Öffentlichkeit noch nicht, was durch elektronische Medien mit unserer Welt wirklich geschehen ist: denn die konkreten Erscheinungsformen der IuK-Technologien, denen die Bürger unserer westlichen, demokratischen Welt tagtäglich begegnen, verändern unsere Realität und damit auch die Sicht auf die Realität. Die Realität unserer Väter war eine andere als es die „mediale Realität“ unserer Kinder nun ist. Wir entfernen uns mehr und mehr von der alten Welt und geraten zunehmend unter den Einfluss von Programmen aller Art. Der Computer bzw. die IuK-Technologie prägen unser Verhalten, Denken und Fühlen so nachhaltig, dass wir Mühe haben, unsere Menschlichkeit noch zu erkennen, geschweige denn weiter zu entwickeln. Wir haben einfach keine Zeit dafür, und dabei geht auch das Gefühl dafür verloren, was uns als Menschen und Bürger gemäß ist. Wir werden durch Fremdsteuerung, kommerzielle Manipulation und mediale Berieselung zu einer programmgesteuerten Gesellschaft mit mehr oder weniger programmgesteuerten Individuen, und viele beginnen schon digital zu denken und zu handeln.

Das ist das Problem!

2.2     Was noch auf uns zukommt

„Aber nein!“ wird man sagen, noch entscheiden wir, und der Computer ist nur ein dummer Rechenknecht Noch gilt – so Norbert Hering, der vor ein paar Jahren auf der MEDICA MEDIA in Düsseldorf „über die Grenzen des Verstehens zwischen Gehirn und Prozessor“ sprach (2002) – noch gilt der Grundsatz: „Man in control“, und wir fügen hinzu: so sollte es auch sein! Nur dann kann von einer humanen Nutzung der Informationstechnologie die Rede sein.

Aber gibt es nicht Situationen – so müssen wir weiter fragen – in denen es für den Menschen von großem Vorteil ist, wenn der Computer entscheidet, sofort und ohne Rückfrage, z.B. im Sicherheitsbereich? Wenn es auf höchste Präzision und blitzschnelle Reaktion ankommt? Oder in der Medizin?

Es wird solche Situationen geben, auch solche, die uns Menschen weniger nützen. Die Cyber-Warfare“, das Dilemma moderner Kriege ist wohl das Schlimmste, an was wir hier denken müssen. Da ist es nicht allein der Computer, sondern ein ganzes Arsenal von digitalen Werkzeugen und Geräten sowie komplexen Informations- und Kommunikationsnetzen, die für uns handeln.

Was uns vor allem Sorge machen sollte, ist aber die unglaublich schnelle Vernetzung der digitalen Informationssysteme im Internet. Zunächst war es nur ein Versuch, den Wissensaustausch von Wissenschaftlern zu verbessern. Aber dieser Versuch gelang über Erwarten gut. Das Internet besteht derzeit aus Tausenden von Netzen mit Millionen Netzknoten (Computern), die Milliarden Web-Sites verwalten, und dieses Konvolut wächst unaufhörlich weiter. Es schickt sich an, das gesamte Wissen der Menschheit aufzunehmen und zur Nutzung bereitzustellen. Kommt da ein Gigant-Hirn auf uns zu, wie es Heinrich Hauser in seinem Zukunftsroman bereits vor über 50 Jahren beschrieben hat? Es ist jedenfalls zu bezweifeln, dass es diesmal wieder mit Hilfe einfacher Kreaturen, nämlich mit Hilfe gefräßiger Ameisen, zerstört werden könnte.

Noch überwiegen auch die Kinderkrankheiten des Systems: Man muss lange suchen, um die Informationen zu finden, die Wissen (beim Menschen) erzeugen. Aber schon wächst diesem – an sich nicht intelligenten – Meta-Hirn ein Körper hinzu, der eines nicht mehr so fernen Tages wahrhaft allgegenwärtig sein wird. Gemeint sind die zahllosen Embedded Systems, die bald in allen Gegenständen unseres täglichen Lebens vorhanden sein und dort ein mehr oder weniger unauffälliges, informationelles Leben führen werden. In Verbindung mit semantischen Systemen werden sie Zustände messen und melden, sie werden identifizieren und mit uns kommunizieren, und sie werden uns denunzieren, und zwar nicht nur bei Menschen, sondern auch und vor allem bei Maschinen und im System-Netz.

Hier entsteht offenbar eine neue Spezies, die dem Leben höchstens gleichgültig aber keineswegs freundlich gegenübersteht: die digitale Spezies. Haben wir gegenüber einem zentral gesteuerten, mit Lichtgeschwindigkeit rechnenden, prüfenden und entscheidenden, sich selbst reproduzierenden und lernenden Computernetz überhaupt noch eine Chance, die Führung zu behalten? Oder wird das digitale Prinzip letzten Endes doch über das analoge Prinzip des Lebens triumphieren?

Hier wird also nicht nur die Frage nach dem Computer gestellt, sondern die alte philosophische Frage nach dem Menschen, seinem Wesen und seiner Stellung in der Welt. In unserer Zeit wird der Mensch nun als Krone der Schöpfung relativiert. Der Mensch, das analoge Wesen, steht dem von ihm selbst geschaffenen Werkzeug gegenüber, das Möglichkeiten besitzt, die die eines Zauberlehrlings weit überschreiten. Die digitale Allgegenwärtigkeit und Produktivität dieses Instruments wird zur globalen Herausforderung. Wird die Menschheit hier von einer bösartigen Krankheit überwuchert oder einfach stillschweigend ins Abseits gedrängt?

Werden die Menschen Herren ihrer selbst bleiben oder zum Diener digitaler Steuerungs- und Überwachungssysteme degradiert, zu Fremden, die das Ganze gar nicht sehen oder gar verstehen, nicht einmal verstehen wollen?

Wir von der Integrata-Stiftung stehen in der unvermeidlichen Auseinandersetzung zwischen Mensch und Computer auf Seiten des Menschen. Wir wollen nicht zulassen, dass unsere Freiheit von natürlichen und staatlichen Zwängen, die in Jahrtausenden erkämpft wurde, nun an ein Werkzeug verloren geht. Wir wollen auch in Zukunft in einer selbst bestimmten humanen – ja – menschlicheren Welt leben.

2.3     Handlungsoptionen

Aber wer soll, wer kann noch mit Aussicht auf Erfolg gegensteuern? Der damit verbundene ethisch-moralische Anspruch ist so hoch, dass er von keiner staatlichen Institutionen erfüllt werden kann. Noch viel weniger von einem kommerziellen System, und religiöse Instanzen scheiden für die vielen Menschen aus, die nicht an eine göttliche Offenbarung glauben.

Hier ist dennoch die Weltethos-Erklärung zu nennen, die von dem Tübinger Theologen Hans Küng bereits im Jahre 1993 initiiert wurde. An ihr sollen sich nach Wikipedia vom (18.9.08) 6.500 Menschen aus 125 Regionen und religiösen Traditionen beteiligt haben. Sie einigten sich auf vier Leitsätze der Verpflichtung der Kultur zur Gewaltlosigkeit, Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung. Diesen Grundsätzen kann man nur zustimmen, aber sie sind für die, durch die  Informationstechnologie hervorgerufenen Probleme doch zu elementar.

Andere, auch nicht religiös gebundene, Menschen und Vereinigungen fragen sich, ob das, was hier mit uns geschieht, nicht jenseits unserer Macht steht und entscheiden sich aus grundsätzlichen Überlegungen für die Hinnahme des Geschehens. Schließlich bringe der Einsatz der modernen Technologien ja gerade auf dem Gebiet der Information und Kommunikation nicht nur für Wirtschaft und Verwaltung, sondern auch für den Einzelnen und die gesamte Menschheit unübersehbare Vorteile.

Diese Meinung wird vor allem von den Informatikern und Programmierern vertreten, die täglich und stündlich mit dem informationstechnischen Instrumentarium umgehen. Die Professionals des Internets glauben fest daran, dass sie es beherrschen, oder sie sind so fasziniert vom Medium, dass sie ihre Abhängigkeit nicht als Problem, sondern höchstens als Laster empfinden. Wo das Problem nicht gesehen wird, ist auch keine Hilfe zu erwarten.

Sehr hilfreich ist dagegen die jüngste technologiekritische Stellungnahme von Frank Schirrmacher. Er weist bereits im Klappentext darauf hin, dass ein „Ausweg aus der Berechenbarkeit des Lebens und dem solcherart drohenden Ende des freien Willens nicht etwa in der Verweigerung der Technik, sondern vielmehr in einem neuen Denken liegt, das dem Menschen seine Stärken wieder bewusst macht: Kreativität, Tolerenz und die Fähigkeit mit Unberechenbaren umzugehen“. Ob die Lösung unseres epochalen soziotechnischen Problems aber allein durch individuelle Neubesinnung gefunden werden kann, ist zu bezweifeln.

Zu weit gehen im Unterschied zum bisher Gesagten dagegen die Vorstellungen und Überlegungen der Transhumanisten. Der „Transhumanismus (lt. trans = jenseits von / lt. humanus = menschlich) ist eine philosophische Denkrichtung und aktive Bewegung, die eine Veränderung der menschlichen Spezies durch den Einsatz technologischer Verfahren befürwortet. Ihr Ziel ist es, allgemein die Grenzen menschlicher Möglichkeiten zu erweitern und dadurch die Lebensumstände in vielerlei Hinsicht zu verbessern …“ In diesem Zusammenhang relevante Technologien sind unter anderem: Nanotechnologie, Gen- und Biotechnologie, Biogerontologie, Kryonik und andere Biostasis-Verfahren, Kognitionswissenschaft, Informationstechnologien, künstliche Intelligenz und das Hochladen (uploading) des Bewusstseins in digitale Speicher“ (Wikipedia vom 17.12.09).

Obwohl der Transhumanismus ein ähnliches Ziel verfolgt wie die Integrata-Stiftung, nämlich die Lebensumstände der Menschen zu verbessern und die Informationstechnologie ausdrücklich zu den Technologien zählt, mit deren Hilfe dieses Ziel verfolgt wird, möchten wir auf unseren anderen Schwerpunkt in der Vorgehensweise verweisen: die Transhumanisten wollen den Menschen als Lebewesen direkt verändern und damit auch seine Lebensumstände verbessern, wir hingegen wollen mit Hilfe der Technologie die Lebensumstände verändern und damit das Leben von Menschen verbessern. Wir hoffen, dass dadurch auch die Menschen besser werden.

Offenbar sind die durch menschliche Aktivität entstandenen kulturellen und zivilisatorischen Fakten und Werte Marksteine einer Aufwärts-Entwicklung. Auch die fürchterlichsten Zerstörungen durch Kriege und Seuchen haben diesen Prozess nicht umgekehrt – wählt man nur einen genügend langen Beobachtungszeitraum. Trotz unvorstellbarer menschlicher Katastrophen und weiterhin bestehender, großer Unterschiede in den verschiedenen Weltregionen, können wir heute von einer Weltkultur sprechen, die menschlich besser zu bewerten ist als frühere uns bekannte Kulturen.

Die zivilisatorisch-kulturelle Entwicklung ist allerdings nicht geradlinig verlaufen, sondern in Sprüngen oder Schüben. Je bedeutsamer das geschaffene Werk (Faust-Keil, Pflug, Maschine, Computer), desto größer die Entfremdung von den früheren Verhältnissen und desto größer auch der Anstoß für den Geist der Menschheit, eine neue Kultur zu schaffen. Entfremdung kann also ein Schritt zu mehr anstatt zu weniger Menschlichkeit sein, und in diesem Sinne erwarten wir von der Entfremdung durch Informationstechnologie einen epochalen Anschub für die gesamte Weltkultur.

In der gegenwärtigen Phase der Entwicklung stehen wir zwar noch mitten im Prozess der Hervorbringung von informationstechnologischen Neuerungen – Aber schon zeigen sich deutliche Fehlfunktionen und Mängel des Systems, die zur Enttäuschung, Frust und Ablehnung bei den Menschen führen. Deshalb ist es gesellschaftspolitisch wichtig, wenn sich zunehmend Stimmen zu Worte melden, die auf kritische Entwicklungen hinweisen.

Wir dürfen aber nicht bei der Technologiekritik stehen bleiben, auch dann nicht, wenn sie bereits Gesellschaftskritik ist. Wir müssen darüber hinaus Lösungsansätze aufzeigen, um die Entwicklungen in die richtige, in die gewollte Richtung zu lenken. Und das erfordert große Anstrengungen. Kulturen, die Entfremdungsergebnisse einfach hingenommen haben, sind untergegangen, wurden assimiliert oder dämmern vor sich hin. Seit Arnold Toynbees „Challenge and Response“ wissen wir, dass nur die Gesellschaft, die die Herausforderung annimmt und eine gültige Antwort auf sie findet, eine neue Zivilisation, eine neue Kultur hervorbringen wird.

Die Suche nach gültigen Regeln für den Umgang mit der Entfremdung durch Informationstechnologie ist vor allem Sache der Wissenschaftler, der Soziologen, Psychologen, Informatiker und aller derjenigen, die in irgend einer Weise professionelle Nutzer der Informationstechnologie sind. Was hier zur Diskussion steht, ist aber nicht nur Sache der Wissenschaften. Da wir alle mehr oder weniger intensive Nutzer der Informationstechnologie sind, sind wir alle betroffen und sollten alle unseren Beitrag leisten. Mitläufer bringen uns nicht weiter, wir brauchen Gesellschaftspolitiker, die jetzt Lösungen erarbeiten. Die gesellschaftlichen Kräfte müssen jetzt entscheiden und handeln. Und dafür brauchen wir praktische Beispiele und wissenschaftlich fundierte, pragmatische Aussagen, wir brauchen wieder Mut zu Wertungen und – wie Popper fordert – den Mut, sich dazu auch zu bekennen.

In diesem Sinne ist unsere Forderung nach humaner Nutzung der Informationstechnologie eine Aufforderung an alle, an der gesellschaftlichen Synthese mit zu arbeiten. Bloße Bemühungen auf individueller Basis oder in kleinen verstreuten Gruppen sind wegen des umfassenden Charakters der Bedrohung durch Entfremdung zum Scheitern verurteilt. Damit der Humanisierungsprozess weitergehen kann, müssen wir uns zusammentun und gemeinsam im Sinne eines demokratischen Humanismus handeln.