Idee

Die Idee des Gründers der Integrata-Stiftung für humane Nutzung der Informationstechnologie wird bereits in ihrem Namen zum Ausdruck gebracht: die humane Nutzung der Informationstechnologie ist ein Handlungsansatz zwischen Entkopplung (Befreiung) und Entfremdung der Gesellschaft durch das Werkzeug Informationstechnologie. Diese soll vor allem zur Schaffung eines gesellschaftlichen Mehrwerts, d.h. zu mehr Lebensqualität für jeden einzelnen Menschen und für die Menschheit insgesamt eingesetzt werden.

Die Integrata-Stiftung leistet in diesem epochalen gesellschaftlichen Sanierungsprozess zugunsten des Menschen Beiträge im Sinne eines demokratischen Humanismus.

Die Integrata-Stiftung sieht diese Technologie, die immer weitere Lebensbereiche erfasst, als Werkzeug für bessere Lebensverhältnisse und wirbt dafür, dass dieses Ziel in die Entscheidungen der Verantwortlichen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft eingeht. Humanisierung soll Vorrang vor Rationalisierung und Funktionalisierung erhalten.

Was meinen wir konkret, wenn wir von humaner Nutzung der Informationstechnologie sprechen? Sicherlich ist der Mensch gemeint, aber nicht in erster Linie als Einzelner, sondern als Bürger in der heutigen Gesellschaft. Auch der Staat spielt als demokratisch legitimierte Bindung des Individuums und als Versorger mit Infrastruktur eine wichtige Rolle. Wir wenden uns also in erster Linie an den mündigen Bürger in einer demokratischen Gesellschaft, sprechen darüber hinaus aber alle Menschen an, die ihr Leben und ihre Zukunft in einer Informationsgesellschaft mitgestalten wollen.

Hierbei konzentrieren wir uns auf die Informationstechnologie. Sie ist bestimmend für unsere Stiftungsidee, und zu dieser gehört wesentlich die Kommunikationstechnologie. Darunter werden die Methoden und Verfahren zur Übermittlung von Informationen und der Informationsaustausch verstanden, auf die es uns ganz besonders ankommt.

Wichtig ist aber auch, dass wir nicht vorrangig die Technik im Sinne haben, die Maschinen und Geräte, und auch nicht in erster Linie die Netze und Dienste der Telekommunikation, sondern vor allem die Methoden und Verfahren ihrer Anwendung, also die Technologie, die Technik und Organisation umfasst, und d.h. die Anwendungssysteme und Programme unterschiedlichster Art.

Damit sind sowohl die Programme gemeint, die in Millionen von Computern und die, die in Milliarden von Messstellen eingesetzt sind und uns beeinflussen, als auch die Vielzahl von Programmen, die das Fernsehen und andere Medien für die Bürger ausstrahlen. Dabei ergibt sich immer häufiger die Frage, was uns diese vielen Programme als Menschen wirklich nutzen? Als Bürger fordern wir einen gesellschaftlichen Mehrwert dieser Technologie.

Der betriebswirtschaftliche Mehrwert, den 200 Jahre technische Entwicklung brachten, ist uns bewusst. Wir kennen die enorme Arbeitszeitverkürzung und die gleichzeitige Kaufkraftsteigerung, die durch Technikeinsatz möglich wurden und die auch weiterhin ermöglicht werden müssen, um einen ausreichenden Lebensstandard für alle Menschen zu sichern bzw. für rund 2 Milliarden Menschen erst noch zu schaffen. Das ist zweifellos die wichtigste Menschheitsaufgabe.

Aber „der Mensch lebt nicht von Brot allein…“, das wussten schon die Propheten der Bibel. Und wir wissen es auch, dass es nicht allein materielle Not zu heilen gibt, sondern eine immer quälendere, geistige Verflachung. Hier hat die Informationstechnologie ihre große Aufgabe – gewissermaßen die Zweitwichtigste in unserer Welt – hier erwarten wir den gesellschaftlichen Mehrwert!

Was hat uns die Informationstechnologie bisher in dieser Hinsicht gebracht?