Welche Auswirkungen haben die Entwicklung und Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI)  auf Führungskultur und Führungsstrategien? Verändert KI die Art und Weise, wie bspw. Unternehmen und Institutionen geführt werden? Wo kann Künstliche Intelligenz sinnvoll eingesetzt werden und was ist dabei zu beachten?

Auch 2022 vergibt die Integrata-Stiftung für humane Nutzung der Informationstechnologie wieder ihren Wolfgang-Heilmann-Preis. Hier informieren wir Sie über Leitideen und Zielkriterien und darüber, wie Sie geeignete Personen oder Institutionen für den Wolfgang-Heilmann-Preis 2022 bis zum 31.12.2021 konkret nominieren können.

DARUM GEHT ES

Führung und Künstliche Intelligenz?
 
Unser 21. Jahrhundert wird durch wachsenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz geprägt. Die Prägung durch KI soll aber nicht Führung durch KI bewirken, sondern das erfolgreiche Zusammenarbeiten zwischen Menschen und immer intelligenteren Maschinen. Auch wenn wir heute noch keine künstlichen Systeme mit menschlicher Intelligenz sehen, entsteht der Eindruck, dass der Weg dahin nicht mehr weit ist.
Entscheidend für die Zukunft ist, dass die Menschen mithilfe der Maschinen die Welt gestalten und dabei die Führung bei den Menschen bleibt. 
Führung von Menschen – durch Menschen
 
Die Führung, englisch Leadership, muss die Richtung von Entwicklungen aufzeigen, sei es in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft. Dabei kann die KI die Führungsperson unterstützen, indem sie etwa schnellen und sinnvollen Zugriff auf Wissen ermöglicht. Es kann auch sein, dass zukünftige Systeme der KI durch kreative Ideen auffallen. Auch hier muss die Führungskraft erkennen, ob diese Ideen und deren Implementierung im Sinne der humanen Nutzung von Technologie und insbesondere der IT sind. 
 
Der Wolfgang Heilmann Preis 2022 soll in diesem Jahr vorrangig jene auszeichnen, die diese Entwicklung in entscheidenden Aspekten begleiten und dabei die humane Nutzung der KI Systeme fördern. Die Arbeit kann darin liegen, konkrete technische Lösungen zu finden, aber auch in Untersuchungen zur Integration oder auch Separation von KI-Systemen, um den Einfluss dieser Systeme in Führungsfragen zu organisieren.
 

Wie kann ich mich bewerben / nominieren?

Im ersten Schritt kann jede und jeder auf der Plattform www.wolfgang-heilmann-preis.de einen geeigneten Akteur, ein Projekt oder auch eine Initiative vorschlagen. Ein entsprechendes Formular steht zum Ausfüllen bereit. Es ist auch möglich, sich selbst bzw. ein eigenes Projekt zu nominieren.

Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2021.

Jeder Vorschlag nimmt an einer Verlosung teil und kann eine Eintrittskarte zu einem Kongress der Integrata-Stiftung gewinnen. Die Verlosung erfolgt nach Ablauf der Einreichungsfrist.

Im zweiten Schritt wählt die Preisjury bis Anfang Februar 2022 aus der Menge aller Einsendungen bis zu fünf Kandidaten aus („Shortlist“). Diese stellen sich und ihr Projekt im Rahmen einer Präsentation mit Diskussion im Frühjahr (der genaue Termin wird noch bekannt gegeben) entweder persönlich vor Ort in Tübingen oder per Videokonferenz vor. 

Die Preisverleihung erfolgt dann noch am gleichen Tag. Die Vorstellung der Kandidaten und die Preisverleihung sind öffentlich.

Die Preisjury besteht aus Mitgliedern des Kuratoriums, des Vorstands und des Fachbeirats der Stiftung, sowie externen Experten. Ein weiteres Mitglied der Preisjury ist die Schirmherrin des Wolfgang-Heilmann-Preises, Frau RA Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin.

Was kann ich gewinnen?

Der Wolfgang-Heilmann-Preis 2022 ist mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro dotiert. Er kann auf bis zu zwei Preisträger verteilt werden.

Wer hat den Preis gestiftet?

Namensgeber des Preises ist der Unternehmer Dr. Wolfgang Heilmann, Stifter der Integrata-Stiftung und Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Die Stiftung wirbt seit dem Jahr 2000 dafür, den Mensch in den Mittelpunkt technologischen Fortschritts zu stellen und folglich Informationstechnologien zur Verbesserung der Lebensqualität möglichst vieler Menschen einzusetzen. Mit der Beteiligungsplattform Polit@ktiv fördert sie kommunale Bürgerbeteiligungsprozesse und sucht mit dem Projekt HumanIThesia nach ethischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Im Rahmen jährlicher Kongresse und verschiedener Veranstaltungen diskutiert sie mit Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft Kernfragen technologischen Fortschritts und ethischer Herausforderungen.

Und natürlich ist die Ausschreibung und Verleihung des Wolfgang-Heilmann-Preises jedes Mal ein Schwerpunkt und Höhepunkt der Stiftungsaktivitäten.

Sie haben Fragen? Treten Sie gern mit uns in Kontakt, am besten per Mail unter preis@integrata-stiftung.de. Weitere Informationen finden Sie hier unter www.Integrata-Stiftung.de sowie unter www.wolfgang-heilmann-preis.de.

Nominierungsformular

Technik dient nicht dem Selbstzweck. Die Integrata Stiftung setzt sich seit 20 Jahren dafür ein, den Menschen und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Vor diesem Hintergrund unterstützt sie die Entwicklung von sozialen Utopien und humanen Visionen, die dazu beitragen, die digitalisierte Welt von morgen aktiv mitzugestalten in den folgenden Bereichen:

  • Gesundheit und Wohlbefinden

  • Sicherheit und Freiheit

  • Freizügigkeit und Begegnung

  • Information und Kommunikation

  • Bildung und Ausbildung

  • Arbeit und Erwerb

  • Führung und Verantwortung

  • Partizipation und Gesellschaft

  • Natur und Umwelt

  • Kultur und Religion